Orijinalini görmek için tıklayınız : Die Unverwechselbarkeit und essentiellen Unterschiede des Alevitentums im Vergleich:


Erki
13.11.2005, 23:59
21. März: Geburtstag des Heiligen Ali

Alljährlich werden am 21. März Feierlichkeiten zum Geburtstag des Heiligen Ali veranstaltet.

Cemevi statt Moschee

Die Gebetsverrichtung erfolgt nicht in der Moschee sondern im Cemevi ( Gebetstempel mit 12-eckigem Baustil, ohne Minarett und Aufruf zum Gebet durch einen Muezzin).

Cem-Gottesdienst statt Ritualgebet!

Die Aleviten erledigen ihre Gebetsverrichtung im Cem-Gottesdienst, dass meistens 3-mal jährlich im Cemevi stattfindet.

Moharrem- und Hizir-Fasten statt Ramadan-Fasten

Anstatt 30 Tage im Monat Ramadan fasten die Aleviten 3 Tage im Monat Februar, welches als Hizir-Fasten bezeichnet wird und weitere 12 Tage im Monat Moharrem. Im Anschluss an das Moharrem-Fasten wird der Asure-Tag gefeiert. Asure ist eine Süssspeise, die aus 12 verschiedenen Zutaten (zumeist aus Früchten) gekocht wird.

Keine Pilgerfahrt nach Mekka!

Stattdessen werden alljährlich Gedenkveranstaltungen am 2. Juli in Andacht an das Massaker von Sivas/Türkei und vom 16. - 18. August in Andacht an Haci Bektas in der Provinz Nevsehir/Türkei abgehalten.

Kein Schleier und kein Turban!

Die alevitischen Frauen geniessen die Gleichstellung mit den Männern und ihnen wird der Zugang zu Bildungseinrichtungen nicht nur freigestellt, sondern auch gefördert.

www.alevi.at

Erki
14.11.2005, 00:27
„Behersche deine Hände, deine Zunge und deine Lenden!" (Alevitisches Schlüsselgebot)

Ich komme aus einem Land, in dem gesagt wird, 99% der Bevölkerung seien islamischen Glaubens, wo in jedem Ausweis „Religion: Islam" steht, wo sich in jeder Ecke eine Moschee befindet, fünfmal am Tage gebetet wird, massenweise Freitagsgebete stattfinden, Opfer- und Zuckerfeste gefeiert werden. In diesem Land lebten die Aleviten jahrhundertelang in tiefer Unsicherheit. Sie durften nicht einmal sagen, daß sie Aleviten sind. Der Grund dafür war, daß die Türkei als sunnitischer Staat die Aleviten als Spielverderber betrachtete. Selbst wenn man heute einen „guterzogenen Bürger" fragen würde, wer die Aleviten sind, bekäme man meistens eine einzige Antwort: „Kizilbaslar". Wortwörtlich übersetzt „Rotköpfe", bedeutet das Wort aber viel mehr: Blutschande oder Inzest, was so auch im berühmten Türkisch-Deutschen Wörterbuch von Steuerwald steht.
Wer sind eigentlich die Aleviten? Nach dem Tod Mohammeds herrschte ein gnadenloser Machtkampf um die islamische Erbschaft. Ali übernahm das Kalifat (Stellvertreter des Allmächtigen auf Erden) ­ Ali, der nicht nur leiblicher Vetter von Mohammed, sondern auch seine rechte Hand gewesen war und „Der Löwe des Gottes" und „Schwert des Islam" genannt wurde, verlor in diesem Machtkampf sein Leben, später ­ als Alis Nachfolger ­ auch sein Sohn.
Dieses Hin und Her zersplitterte den Islam: erst in die zwei Hauptströmungen Sunniten und Schiiten, dann in mehrere kleinere Gruppierungen wie die Aleviten. Wenn man den heutigen „Islamismus" wirklich verstehen will, kommt man an den Aleviten nicht vorbei.
„Alevi" bedeutet „Anhänger von Ali". Obwohl auch die Schiiten Ali nahestehen, unterscheiden sich die Aleviten in der Türkei von ihnen in vielerlei Hinsicht. Neben Kalif Ali sind Haci Bektasi Veli und der alte Freiheitskämpfer Pir Sultan Abdal die Symbole der alevitischen Bewegung. Die Aleviten in der Türkei vermischten den Islam mit den alten Traditionen des Schamanismus, lebten freiheitlicher und weniger autoritär. Frauen bei den Aleviten haben weit mehr Rechte als bei den Sunniten. Weil sie jahrhundertelang verfolgt und unterdrückt wurden, versuchten die Aleviten, in versteckten Dörfern und in den Bergen zu überleben und ihre Identität zu bewahren. Die alevitische Kultur wurde durch Tausende von Liedern und Gedichten weiterentwickelt.
Seit dem blutigen Massaker von Fundamentalisten in der türkischen Provinz Sivas 1993, bei dem 37 alevitische, laizistische und linke Intellektuelle vor den Augen der Massen und des Staates öffentlich verbrannt wurden, schweigen die Aleviten nicht mehr. Sie erheben ihre Stimme und organisieren sich.
Die Spuren dieser Entwicklungen sind auch in Deutschland zu spüren. Es gibt die Alevitische Föderation mit mehreren Tausend Mitgliedern, ein Cem-Haus (Kulturhaus) in Berlin und viele Vereine.
Heutzutage zeigt der Islam in Deutschland durch immer mehr Moscheen, Koranschulen etc. Präsenz. Die verhängnisvolle Terrorattacke in den USA und die Affaire um den Kölner „Kalifatsstaat" haben den Islam in letzter Zeit verstärkt in die Diskussion gebracht. Die zweitgrößte Religion in Deutschland soll mitlerweile der Islam sein. Aber welcher Islam ist gemeint?
Am 23. Februar 2000 fällte das Bundesverwaltungsgericht ein Urteil, wonach die Islamische Föderation Islamkunde als sogenannten Religionsunterricht in Berliner Schulen lehren darf. Nach welchen Kriterien wurde diese Entscheidung getroffen? Deutsche Kriterien sind in solchen Bereichen für mich immer wieder unverständlich. Deutschland unterstützt mit der Islamischen Föderation den Fundamentalismus öffentlich ­ auch nach dem 11. September, obwohl in den türkischen Medien jeden Tag grausame Nachrichten und Warnungen standen.
Der verstorbene Cemalettin Kaplan, Vater des „Kalifen von Köln", hatte vor 13 Jahren öffentlich gesagt: „Der Kommunismus ist tot, jetzt ist die Demokratie dran!" Und es weiß jedes Kind, was die konservativen Islamisten in den Moscheen und Koranschulen tun und lassen, was sie von Integration halten, wie sie drauf sind.Trotzdem soll die Islamische Föderation verantwortlich für islamischen Religionunterricht sein. Was sie anbieten können, ist Propaganda und Intoleranz.
Im Falle des Falles, wenn die alevitischen Organisationen dieses Privileg auch bekommen sollten, wäre mit harten Auseinandersetzungen zu rechnen. Fast alle sunnitisch-islamischen Organisationen erklären ihre Existenz in erster Linie mit der Gottlosigkeit der Nichtmuslime und dann mit der Bekämpfung der kemalistischen Reformen, die Staat und Religion trennten und Freiheit für Frauen, Minderheiten etc. versprachen.
Wenn es um wahrhaftige Integration, um Toleranz und Bildung geht und nicht um gegenseitige Verarschung, dann sollte Religionsunterricht nicht den Rattenfängern überlassen werden, die Religion unverschämt für ihre Propaganda und Þnanzielle Interessen benutzen.
In diesen Kontext erscheinen die alevitischen Organisationen, mit ihrer freiheitlichen, emanzipierten, toleranten und friedlichen Ausrichtung, viel geeigneter für Religionsunterricht als alle anderen Gruppierungen.




von: Yalçin Baykul

Bir Zeynep
14.11.2005, 12:18
Ali, der nicht nur leiblicher Vetter von Mohammed WIE BITTE????
Da ist aber was nicht ganz richtig....
Gruppierungen und Sekten wie die Aleviten
Gruppierungen wie Aleviten und Sekten wäre wohl besser formuliert, damit kein Missverständnis entsteht, wir seien ne SEKTE!!!
Verarschung Na na na...... Was ist das denn in so nem sachlichen Text???

Danke Erkan für diesen Bericht. Recht interessant, aber ich musste diese Dinge einfach kommentieren, sorry.

Alevimen
14.11.2005, 13:07
WIE BITTE????
Da ist aber was nicht ganz richtig....
Der Onkel von Ali ist Muhammed -> Vetter

Gruppierungen wie Aleviten und Sekten wäre wohl besser formuliert, damit kein Missverständnis entsteht, wir seien ne SEKTE!!!
Na na na...... Was ist das denn in so nem sachlichen Text???

Danke Erkan für diesen Bericht. Recht interessant, aber ich musste diese Dinge einfach kommentieren, sorry. Oh bitte das Wort 'Sekte' nicht gebrauchen, das ist völliger Schwachsinn und dessen Sinn ist schon veraltet. Sogar die Kirche bezeichnet keine anerkannte Religion als Sekte. Im türkischen hat das Wort Sekte schon eine andere Bedeutung, deshalb entstehen bei Übersetzungen solche unangenheme und beschämende Fehler.
Sunniten bezeichnen sich als Sekte, aber die Alevis nicht. Alevitentum ist eine eigene Glaubensrichtung (wird gerne auch mal als Weltanschauung bezeichnet, welches ich wiederum als falsch bezeichnen würde. Jeder einzelne Mensch hat seine eigene Weltanschauung. Man sollte nicht gleich alles verallgemeinern.)
erkan.ch kann ja nix dafür, wenn er den kopierten Text vorher nicht liest und analysiert :3D_NG (4)

Bir Zeynep
14.11.2005, 13:55
Der Onkel von Ali ist Muhammed -> Vetter

Sorry, ich nehme meinen ersten Senf zurück. Ich habe "VAter" gelesen statt "VEtter" und dachte mir nur: "Hä? Ali ist der Adoptivsohn und ein Verwandter von Muhammed gewesen, nicht doch sein leiblicher VATER!" Sorry sorry sorry und danke für die Aufklärung. Demnächst guck ich zwei Mal, was da steht!!
erkan.ch kann ja nix dafür, wenn er den kopierten Text vorher nicht liest und analysiert
Nein, er kann da nichts für, er hat das ja nicht selber geschrieben, aber ich glaube schon, dass er sich das durchgelesen hat, oder??? Das wär sonst nicht so gut. Bisey desene Erkannnnnnnn!!! Außerdem: Was soll's ob man das analysiert und kommentiert oder nicht. Ich hab das gemacht bei meinen Themen (Kerbela und Aleviten) und niemand hat dazu Stellung genommen : (( vielleicht ist meine Ansicht auch nicht ganz richtig, aber da keiner was dazu geschrieben hat..... hm auch gut..... : (((((((((((

Erki
14.11.2005, 16:05
Ohhh ich hatte nicht geachtet, dass das Wort Sekte steht, entschuldigt bitte...
Es war halt nur ne Zeitungsbericht vom 2002...

Ich muss wohl recht geben, ich hatte nur den ersten Teil gelesen, sorry

Alevimen
14.11.2005, 18:03
das ist doch kein Problem hauptsache man nimmt sich Zeit und schreibt einen Beiträg solch kleine Unstimmigkeiten können entstehen Erkan.


Adi güzel: Aber dein Beitrag ist auch ziemlich lange, soviele deutschsprachige gibt's hier nicht, deshalb mindert das die Reichweite. Ich selber hab das schonmal irgendwo gelesen, darum bin ich nur rübergeflogen...

Bir Zeynep
14.11.2005, 20:47
Ach kein Problem, Alevimen!! Ich mein ja nur!!
Auch an dich Erkan dost: Kein Problem, trotzdem schöner Bericht!!

OzBektasi
02.12.2005, 12:19
Selam!

Hab ich das jetzt richtig verstanden? Der Onkel von Imam Ali (aleyhisselam) soll Hz.Muhammed (s.) sein? Vetter bedeutet Cousin... Der Onkel von Hz.Ali war u.a. Abdullah b. Abdulmuttalip (Vater von Hz.Muhammed), und der Onkel von Hz.Muhammed war u.a. Ebu Talip b. Abdulmuttalip (Vater von Hz.Ali).

Mit freundlichen Gruss...

Derya 44
31.05.2006, 01:44
Selam!

Hab ich das jetzt richtig verstanden? Der Onkel von Imam Ali (aleyhisselam) soll Hz.Muhammed (s.) sein? Vetter bedeutet Cousin... Der Onkel von Hz.Ali war u.a. Abdullah b. Abdulmuttalip (Vater von Hz.Muhammed), und der Onkel von Hz.Muhammed war u.a. Ebu Talip b. Abdulmuttalip (Vater von Hz.Ali).

Mit freundlichen Gruss...

jaaa bin ganz deiner Meinung özbektasi... So weit ich es weiß und gelernt habe sollte dein oben aufklärender Beitrag richtig sein.Also HzAli(r.a.) und HZ.Muhammet(s.a) sind Cousin.... Also war auch verwirrt im ersten Moment... Ich mein ich bin sowieso schon verwirrt über die allen Geschehnisse und versuche auch auf irgendeine ARt und Weise möglichst viele Informationen zu bekommen über Aleviten, da ich denke man sollte schon über seine eigene Identität und Glaubenszugehörigkeit etwas wissen und zum Beispiel Menschen aus anderen Kulturkreisen aufklären... ohhh habe wieder soviel Unsinnige Themen angesprochen , die eigentlich nichts mit der tatsächlichen Thematik zu tun haben...

karizma serko
31.05.2006, 01:49
canlar neden türkçe yazmıyorsunuz
bizde bilgilerinizden faydalansak olmazmı

Bir Zeynep
31.05.2006, 11:25
canlar neden türkçe yazmıyorsunuz
bizde bilgilerinizden faydalansak olmazmı serko can, evet tabiki güzel olur aslinda ama malesef burasi almanca bölüm. burada almanca yaziliyor, diger yerde nasil ingilizce yaziliyorsa, burasida almanca yeri. üzgünüm

sivaspiri
15.06.2006, 21:46
@Erki dein Script "Die Unverwechselbarkeit…" ist gelungen, danke für die mühe. Bist du aus Kangal?